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Allgemein

 

 

30Jan

Kulturinitiativen unterstützen – mehr Raum für alternative Kunst und Musik

Kulturschaffende im Bezirk beschweren sich immer wieder darüber, dass Harburgs Verwaltung sie nicht genügend unterstützt. Ateliers, Proberäume für Musiker und Ausstellungsräume für Künstler werden immer wieder händeringend gesucht, aber nicht gefunden.

Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten. So steht seit vielen Jahren das kleine historische Toilettenhäuschen („Kioskhäuschen“) an der B73 gegenüber dem Möbelmarkt Mömax (ehemaliger Standort von Max Bahr) leer. Das einst schmucke Häuschen macht insgesamt einen traurigen und desolaten Eindruck. An den Fassaden bröckelt es teilweise. Die Außenwände sind beschmiert. Die Fensterscheiben sind teilweise eingeschlagen. Die Fenster sind fest vergittert, der Zugang zum Gebäude ist versperrt. Und: Das Häuschen steht unter Denkmalschutz. Hier bietet es sich doch gerade an, dieses Gebäude für kulturelle Zwecke oder alternative Projekte zu nutzen und damit auch das Häuschen vor dem Verfall zu retten.

Die Bemühungen seitens der Verwaltung waren bisher jedoch bescheiden. So wurde lediglich 2010 einmal versucht, das Gebäude zu verkaufen, was nicht gelang. Anträge auf Nachnutzung des Gebäudes von Interessenten hat es laut Verwaltung auch nie gegeben.

In den letzten Wochen ist jedoch bekannt geworden, dass es sogar mehrere ernsthafte Interessenten gibt, die das Gebäude für ein nicht kommerzielles Projekt, das sozialen, ökologischen und/oder kulturellen Zwecken dient, nutzen möchten. Diese möglichweise letzten Chancen für den Erhalt des historischen Toilettenhäuschens müssen genutzt werden. Die Bezirksverwaltung sollte ihrer Bekundung, sie sei „gegenüber seriösen Projektideen, die zur Erhaltung des Gebäudes beitragen, grundsätzlich aufgeschlossen“, Taten folgen lassen.

Unser Antrag, dass die Bezirksverwaltung zeitnah ein entsprechendes Interessenbekundungsverfahren durchführt, um eines dieser Projekte zu ermöglichen, wurde gestern in der Bezirksversammlung beschlossen.

Ebenfalls beschlossen wurde unser Antrag, dass die Verwaltung den aktuell von einer kurzfristigen Kündigung ihrer Probenräume betroffenen Musikbands zeitnah geeignete räumliche Alternativen in Harburg zur Verfügung stellt. Denn aktuell wurde bekannt, dass etliche Musikbands zum Beginn des neuen Jahres keine Probenräume mehr haben, weil die bisher vorhandenen Probenräume im Keller der ehemaligen Polizeiwache an der Nöldekestraße den Musikern kurzfristig gekündigt wurden. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob und inwieweit das ehemalige Toilettenhäuschen am Schwarzenberg/Ecke Bissingstraße gegenüber der TUHH, das ehemalige Toilettenhäuschen an der B73 und die ehemaligen Räume des Zentrums für Umwelttechnik an der Buxtehuder Straße als Probenräume in Frage kommen. Wir fordern hier notfalls provisorische Lösungen, um den betroffenen Bands zügig zu helfen. Es darf nicht sein, dass Gebäude einfach leer stehen und verfallen, obwohl Bedarf für Nachnutzung besteht.

In Harburg muss künftig mehr getan werden, damit es gelingt, dass Kultur und Kulturinitiativen auch in Harburg stets ihren festen Platz haben. Denn Kultur ist kein Randthema sondern Wesenselement einer lebendigen vielfältigen Gesellschaft.

23Jan

Mehr Grün- und Freiflächen für Harburgs Binnenhafen

Zahlreiche Bauprojekte haben Harburgs Binnenhafen in den letzten Jahrzehnten verändert. Diese grundsätzlich sehr positive Entwicklung darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Gerade größere Bauprojekte sollten mit mehr Behutsamkeit als bisher angegangen werden, damit Harburgs Binnenhafen ein unverwechselbares Vorzeigequartier bleibt.

Denn das ursprüngliche Konzept einer lebendigen Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit droht derzeit vollkommen aus dem Gleichgewicht zu geraten. Während künftig weiterhin viel neue Wohnbebauung realisiert werden soll, ist von Grün- und Freiflächen, die dem Sport, der Kultur und der Freizeit gewidmet sind, von offizieller Seite kaum die Rede.

Es gilt jedoch, den besonderen Charakter des Binnenhafens zu erhalten und weiter zu entwickeln. Dabei darf vor allem die Aufenthaltsqualität für die dort wohnenden und arbeitenden Menschen nicht außer Acht gelassen werden.

Immer wieder haben auch etliche Mitglieder der Begleitgruppe Harburger Binnenhafen moniert, dass Grün- und Freiflächen im Zuge der massiven Bebauung nicht hinreichend berücksichtigt würden. Gerade erst auf der Dezember-Sitzung der Begleitgruppe haben mehrere Teilnehmer ausdrücklich den Erhalt des so genannten „Wäldchens“, einer wilden Grünfläche nahe der Fischhalle gefordert.

Auch und vor allem für Kinder sind wilde Grünflächen, wie das Wäldchen am Kanalplatz wichtig, weil sie eine hohe Spielraumqualität aufweisen. Es gilt daher solche Flächen in einem Quartier mit stark wachsender Wohnbevölkerung auch langfristig zu erhalten, ggf. auch wilde Grünflächen neu entstehen zu lassen.

Der gesamte Bereich des Binnenhafens ist seit weit über 10 Jahren im sichtbaren Wandel. Das heute geltende Planrecht wurde großenteils schon vor längerer Zeit geschaffen. Neueste Entwicklungen wurden bei der Erstellung vieler Bebauungspläne damals noch nicht abgesehen, der steigende Bedarf an Grün- und Freiflächen nicht hinreichend erkannt.

Die im Rahmen der Aufstellung von Bebauungsplänen gesetzlich vorgesehene Öffentlichkeitsbeteiligung verfehlte seinerzeit mangels Teilnahme interessierter Menschen oft ihren Zweck, da der Binnenhafen damals eben noch eher als Randlage wahrgenommen wurde, auch deshalb, weil kaum jemand dort wohnte.

Es gilt daher auszuloten, wo und in welchem Umfang eine Änderung vorhandenen Planrechts gerade auch im Hinblick auf eine attraktivere Freiflächenplanung angezeigt ist. Dazu haben wir eine Anfrage an die Bezirksverwaltung eingebracht, der in Kürze ein entsprechender Antrag folgen wird.

17Nov

S-Bahnhaltestelle für Bostelbek !

Schon seit Jahrzehnten ist eine S-Bahnanbindung der Siedlung Bostelbek im Gespräch. Dementsprechend sieht der gültige Flächennutzungsplan eine S-Bahn-Station westlich der A 7 vor, etwa in der Mitte zwischen den vorhandenen S-Bahnstationen Heimfeld und Neuwiedenthal. (siehe Bild)

Bereits beim Bau der S-Bahn-Strecke in den frühen 80er Jahren war dort ein Bahnhof als Ersatz der damals bestehenden Bahnhöfe Hausbruch und Tempowerk vorgesehen. Diese seinerzeitigen Planungen hatten ihren guten Grund. Denn mit fast sieben km Entfernung und fünf Minuten Fahrtzeit zwischen den beiden S-Bahnstationen handelt es sich um eine für städtische Verhältnisse unangemessen lange Bahnstrecke ohne Station. Ein Bedarf für eine solche neue S-Bahnstation ist heute offensichtlicher denn je.

In Bostelbek selbst leben heute ca. 1500 Menschen, unter denen viele jüngere Leute gerne den ÖPNV nutzen. Von einer S-Bahnstation profitieren würden aber auch Anwohner aus Heimfeld südlich der B73 und aus dem Bereich des Hausbrucher Moor. Damit existiert bereits eine erhebliche Zahl potenzieller Nutzer, die ohne Anreise mit dem Pkw hier die S-Bahnstation nutzen würden bzw. könnten.

Neben den Menschen, die im Einzugsreich wohnen sind es vor allem auch die heute und künftig dort arbeitenden Menschen, die von einer S-Bahnanbindung profitieren würden. Schon heute sind bei den in Bostelbek ansässigen Unternehmen schätzungsweise 3000 Menschen beschäftigt. Weitere Neuansiedlungen, wie etwa eine Brauerei und Erweiterungen von bestehenden Unternehmen (zum Beispiel hit- Technopark) stehen in naher Zukunft an. Allein Mercedes plant eine Aufstockung von ca. 200 Mitarbeitern am Standort.

Dabei ist auch die Parkplatzsituation sehr kritisch, da die meisten in Bostelbek arbeitenden Menschen heute mit dem Pkw anreisen, was mit einer zeitgemäßen S-Bahnanbindung vermieden werden könnte. Ebenfalls könnte eine S-Bahn-Station in Bostelbek maßgeblich dazu beitragen, den ohnehin unzureichenden Busverkehr zu entlasten. Bei Schichtwechseln in den Unternehmen sind die Busse heute regelmäßig überfüllt.

Nicht zuletzt würde die so wichtige Erreichbarkeit der sozialen Einrichtungen im Einzugsbereich deutlich verbessert. Neben Beschäftigen und Besuchern der Helios Klinik (Mariahilf) würden vor allem auch die vielen behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen, die in den Elbe-Werkstätten tätig sind, endlich von einem zeitgemäßen ÖPNV-Angebot profitieren.

Zudem ist neben einer neuen S-Bahnhaltestelle es auch die Errichtung einer ebenfalls im Flächennutzungsplan vorgesehenen P&R-Anlage ins Visier zu nehmen. Denn ein P&R-Haus mit etwa 1.000 Plätzen direkt neben der Station könnte eine starke Nachfrage aus dem südlichen Hamburger Umland bedienen. Über die nahe gelegene Autobahn wäre eine Anfahrt relativ einfach möglich.

Wir Sozialliberale wollen und beantragen daher, dass die Realisierung einer S-Bahn-Station für Bostelbek erneut geprüft wird. Dabei ist auch auszuloten, inwieweit am Standort der Bau einer P&R-Anlage in Betracht kommt.

20Okt

Selbst etwas tun: Beet-Patenschaft übernommen

Ich habe zum 01.Oktober eine Patenschaft für eine Grünfläche übernommen. Während ich sonst meist über politische Anträge versuche, etwas für Harburg und sein Erscheinungsbild zu tun, bin ich dieses Mal direkt aktiv geworden. Das hatte ich schon länger mal vor und jetzt habe ich es umgesetzt.

Denn die Gestaltung des öffentlichen Raums ist ein wichtiger Baustein für ein lebenswertes Quartier. Seitens der Stadt gibt es zu wenige Mittel, um attraktives Straßenbegleitgrün zu unterhalten.
An der Ecke Meyerstraße/Bansenstraße in Heimfeld habe ich in der Nähe meines Wohnorts eine geeignete Fläche gefunden, die ansonsten nur brach liegt.

Mir geht es dabei neben der optischen Aufwertung des Straßenraums auch darum, kleine Naturräume in dicht besiedelten Teilen unserer Stadt zu schaffen. So habe ich bei der Auswahl der Pflanzen darauf geachtet, nachhaltige Stauden zu setzen, die jedes Jahr wieder blühen. Besonderen Wert habe ich darauf gelegt, bienenfreundliche Blütenpflanzen zu wählen, die jetzt im Herbst noch blühen. Das erste Ergebnis ist auf dem Foto zu sehen. Der Herbst hat das Beet voll im Griff.

Das Bepflanzen und Pflegen macht Spaß. Leicht entstehen bei der Arbeit auch neue Kontakte zu Nachbarn, die sich über das neue Erscheinungsbild der Fläche freuen. Das ist eine gute Motivation. Vielleicht gelingt es auf diese Weise sogar, mehr Straßenbegleitgrünflächen aufzuwerten. Denn: Jeder kann eine solche Beet-Patenschaft übernehmen, wie ich es hier gemacht habe.

Eine solche Patenschaft muss beim Bezirksamt beantragt werden. Das Bezirksamt hilft bei der Vorbereitung der Fläche und gibt Hinweise und Tipps zur Gestaltung. Zu beachten ist stets, dass die Wuchshöhe der gesetzten Pflanzen im Straßenrandbereich aus Gründen der Verkehrssicherheit 80 cm nicht übersteigen darf. Wer selbst eine Beet-Patenschaft in seinem Quartier übernehmen möchte, wende sich an das Bezirksamt, Abteilung Stadtgrün: Tel: +49 40 428 71-3376 oder per Mail an: Stadtgruen@harburg.hamburg.

27Sep

U4-Verlängerung nach Harburg: Machbarkeitsstudie auf Initiative der NL hin endlich beschlossen

Beim dritten Anlauf war es endlich erfolgreich. Nach dem Ende der SPD/CDU-Koalition im Bezirk konnten sich die Sachargumente gegenüber dem Machtgebaren der GroKo-Parteien durchsetzen. Gegen die Stimmen der SPD, aber mit Unterstützung aller anderen Parteien wurde der Antrag von uns Neuen Liberalen, die Sozialliberalen (NL) für eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der U4 nach Harburg endlich beschlossen.

Die Zeit dafür ist lange überfällig. Die Senate der letzten 10 Jahre haben hier zukunftsweisende Innovationen in die Verkehrsinfrastruktur verschlafen. Nun, sehr spät endlich das wichtige Signal für den Sprung über die Elbe. Denn mit dem Plan des Senats, Teile des Kleinen Grasbrook für Wohnungsbau zu erschließen, ist es endgültig unübersehbar: Wir brauchen die U4 in Hamburgs Süden.

Der weitere deutliche Bevölkerungszuwachs in Wilhelmsburg und Harburg sowie die lange bestehenden Kapazitätsengpässe der S-Bahn machen eine weitere Schienenverbindung in den Hamburger Süden dringend erforderlich. Die Überlastung der S-Bahnstrecke nach Harburg ist lange Alltag. Täglich fast 130.000 Pendler nutzen bereits heute die Strecke in Richtung Hauptbahnhof an Werktagen. Der Einwand der SPD, die Bezirksversammlung entscheidet das letztlich nicht und solle es deshalb auch nicht fordern, ist absurd. Mit diesem Argument könnte man jedes bezirkspolitische Engagement weitgehend einstellen.

Dass es bei nicht reicht, die bestehende S-Bahnverbindung zu stärken, ist offensichtlich. Den weiterhin stetig steigenden Fahrgastzahlen (+1,4 %) kann mit einer zusätzlichen S32-Linie allein nicht begegnet werden. Zudem würden mit dem Bau einer U4 völlig neue Wohngebieten optimal für den ÖPNV erschlossen werden. Allein in Wilhelmsburg sind ausgedehnte neue Wohngebiete im Bereich der durch die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße frei gewordenen Flächen vorgesehen. Die Rede ist von bis zu 5.000 Wohnungen mit circa 10.000 bis 15.000 neuen Bewohnern. Die gesamte Einwohnerzahl von Wilhelmsburg steigt damit auf weit über 60.000. Planungen für eine Weiterführung der U4 von den Elbbrücken nach Süden sind dringender denn je.
Eine kluge Stadtentwicklungspolitik würde ohnehin andere Wege gehen und dem Bedarf für den ÖPNV stets einen Schritt voraus sein. Denn eine gute Verkehrsanbindung ist ein Pfund mit dem eine Stadt wuchern kann.

Die Ausführungen des SPD-Abgeordneten Fuß machten deutlich, dass die SPD offenbar vergessen hat, was sie selbst vor vier Jahren im ihrem ehemaligen Harburger Koalitionsvertrag vereinbart hatte. Dort heißt es: „Auch im öffentlichen Personennahverkehr ist der Sprung über die Elbe möglich. Bei der Planung der zukünftigen U-Bahnlinien werden die Koalitionspartner darauf hinwirken, dass auch geprüft wird, ob und wie eine Verlängerung der U4 über Wilhelmsburg bis nach Harburg realisiert werden kann.“
Geschehen ist das bis heute nicht.

17Sep

Beet- und Grünpatenschaften fördern – Menschen motivieren – öffentlichen Raum aufwerten

Wir als Sozialliberale wollen, dass Beet-Patenschaften in Harburg mehr gefördert werden. Unser Antrag in diese Richtung war auf Anhieb erfolgreich.

Die Bezirksverwaltung ist jetzt beauftragt, zeitnah ein umsetzbares Förderkonzept zu entwickeln mit dem Ziel, die Übernahme von Grün- und Beetpatenschaften im Bezirk Harburg auszuweiten. Dabei soll vor allem auch der derzeitige Internetauftritt zum Thema überabeitet und deutlich informativer und attraktiver gestaltet werden. Denn viele Menschen ärgern sich über das oft vernachlässigte Erscheinungsbild von Grün- und Freiflächen auch in Wohngebieten. Zugleich gibt es viele Menschen, die gerne ein Stück öffentlicher Stadtnatur vor Ihrer Haustür mit gestalten, hegen und pflegen würden.

Beet- oder Grünpatenschaften sind in Hamburg und speziell auch im Bezirk Harburg durchaus möglich. Allgemein bekannt ist diese Möglichkeit jedoch nicht. Dabei bietet eine solche Initiative eine gute Gelegenheit für die Menschen das Ortsbild selbst zu verbessern und einen kleinen Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Kleinklimas für Pflanzen und Tiere zu leisten.

Viele Städte in Deutschland erlauben nicht nur solche Patenschaften, sondern motivieren engagierte Bürgerinnen und Bürger, eine Patenschaft für ein Beet oder eine Grünfläche an Straßen, Grünanlagen oder auf Plätzen zu übernehmen. Eines von vielen Beispielen ist die Stadt Köln, die im Rahmen ihres Internetauftritts ausdrücklich zur Übernahme von Beet- und Grünpatenschaften aufruft.

Der Internetauftritt des Bezirks Harburg zum Thema erschöpft sich in der Angabe der zuständigen Stelle. So ist es wenig verwunderlich, wenn die Anzahl der seltenen Beet-Patenschaften in den letzten Jahren weiter rückläufig zu sein scheint. So gab es Presseberichten zufolge vor einigen Jahren immerhin allein im Phoenix-Viertel noch 10 funktionierende Beet-Patenschaften. Nach der Schließung des Stadtteilbüros im Rahmen der Förderung als Sanierungsgebiet ist diese Zahl angeblich auf nunmehr drei Patenschaften gesunken. Dies ist sehr bedauerlich, da vor allem eine attraktive Gestaltung des öffentlichen Raums ein zentraler Baustein für eine lebenswerte Stadt ist. Diesen Trend gilt es daher umzukehren. Gezielte und gestreute Information und ggf. gezielte Anreize könnten hier helfen.

19Jun

Weiterer Erfolg gegen Wildparken – Straßenbegleitgrün endlich zurückerobert

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Über ein Jahr hat es gedauert. Jetzt ist es soweit ! Das Straßenbegleitgrün in der Meyerstraße ist wieder Grünfläche.

Immer wieder wurde besonders in den Abendstunden das Straßenbegleitgrün überparkt. Teilweise parkten Autos bis direkt an die Baumstämme heran. (siehe Foto) Dabei kam es durch das rechtswidrige Parken an den Straßeneinmündungen/Kreuzungen teilweise auch zu Behinderungen für Fußgänger.

Während an einigen Ecken das Straßenbegleitgrün durch größere Steine (Findlinge) vor dem Überparken faktisch geschützt war, fehlten an anderen Stellen solche Findlinge. Höchstwahrscheinlich wurden einige Findlinge im Laufe der Jahre von unbefugten Dritten einfach entfernt.

Nach mehreren Anträgen und Anfragen von uns zum Thema hat Harburgs Bezirksverwaltung jetzt gehandelt. Seit gestern verhindern neu gesetzte Findlinge ein Wildparken zu Lasten der schwächeren Verkehrsteilnehmer und vor allem auch der Bäume. Spät, aber doch ! Hartnäckigkeit zahlt sich aus.

10Jun

Schluss mit rücksichtslosem Wildparken Antrag der NL erfolgreich

IMG_Poller0470Am östlichen Ende der Haakestraße befindet sich stadteinwärts Richtung Technischer Universität eine Auffahrt zu einem dort beginnenden Radweg (siehe Foto). Immer wieder wurde die Radwegeauffahrt bzw. der dort beginnende Radweg von Autos zugeparkt. Betroffen war neben dem Radweg auch der unmittelbar benachbarte Gehweg, wo regelmäßig rechtswidrig und teilweise verkehrsbehindernd geparkt wurde. Die Bezirksversammlung Harburg hat im vergangenen November auf Antrag der Neuen Liberalen – die Sozialliberalen, (NL) die Polizei darum ersucht, in den Abendstunden am angegebenen Ort verstärkt auf Falschparker zu kontrollieren. Da diese Kontrollen in keiner Weise reichten, um Abhilfe zu schaffen, wurden nun entlang des gesamten Straßenabschnitts zwischen Niemannstraße und Am Schwarzenbergcampus Poller installiert. Künftig ist dort Schluss mit wildem und rücksichtslosem Parken.

23Mai

Tempo 30 in Wohngebieten endlich ausweiten – fließender Busverkehr darf kein Hindernis für Verkehrsberuhigung sein.

IMG_BUs20160725_201451733Viele Menschen fordern Verkehrsberuhigung vor ihrer Haustür. Doch Hamburgs Behörden lehnen die Anordnung von Tempo 30 oft mit dem Argument ab, dass der Busverkehr nicht beeinträchtigt werden dürfe. Dieses Argument ist absurd, wie die neueste Antwort auf eine Anfrage der Neuen Liberalen- die Sozialliberalen- ergeben hat.

Die Busse, die zentral in Harburg verkehren, fahren nach Auskunft der Behörde dort tagsüber in der Regel mit einer mittleren Geschwindigkeit von unter 20 km/h. Die Nachtbuslinien haben eine mittlere Geschwindigkeit von unter 25km/h und werden zudem oft kaum genutzt.

Es ist nicht einsehbar, warum ein Bus, der nachts im Mittel ohnehin nur 25 km/h fährt und dabei im Schnitt gerade einmal 5-7 Personen befördert, nachts nicht Tempo 30 fahren soll.

Tagsüber fahren die Busse fast durchweg im Schnitt mit ca. 15 km /h sehr langsam. Warum sollte es da kein Tempo 30 geben? Die Geschwindigkeit dürfte dem jedenfalls nicht entgegenstehen!

Es ist enttäuschend. Nun regieren seit Jahren die Grünen im Hamburger Rathaus mit. Neue Tempo-30 Zonen hat es in Harburg seither nicht gegeben, von dem lange zuvor geplanten und wenig kontrollierten Tempo30 nachts in der Moorstraße und der nördlichen Winsener Straße abgesehen. Eine umweltfreundlichere und sozialere Verkehrspolitik mit mehr Lärmschutz, mehr Verkehrssicherheit und besserer Luft sucht man leider vergebens.

07Mai

Neue Blumenbeete für die Lüneburger Straße ! Jetzige Baumscheiben optisch unattraktiv

IMG_Baumscheibe0450Nach dem Ende des Business Improvement Distrikt (BID) in der Lüneburger Straße sind seit 2017 leider etliche Maßnahmen weggefallen, die geeignet waren, die Lüneburger Straße wenigstens einigermaßen attraktiv zu gestalten.
So gab es früher mehrere teilweise sehr ansprechend gestaltetet Blumenbeete um die Bäume herum. Im letzten Jahr sind diese Blumenbeete beseitigt worden und durch so genannte Baumscheiben ersetzt worden. Das Erscheinungsbild der Lüneburger Straße hat damit weiter gelitten. Viele Menschen beschweren sich zu Recht über die optisch wenig ansprechenden gelblichen und sehr künstlich wirkenden Baumscheiben.

Während die gut gepflegten Blumen- und Pflanzenbeete im Einzugsbereich des Harburger Rings das Erscheinungsbild von Harburgs Zentrum seit vielen Jahren schon deutlich heben, wäre zu fragen, weshalb nach Wegfall des BID nicht zumindest einige Blumenbeete auch in der Lüneburger Straße erhalten wurden.

Viele Menschen in Harburg nehmen jedenfalls die Baumscheiben als ausgesprochen unattraktiv wahr und wünschen sich eine ansprechendere Gestaltung des öffentlichen Raums an so zentraler Stelle. Das Straßenbegleitgrün am Harburger Ring macht deutlich, was mit gutem Willen machbar ist, wenn man es nur will. Eine schöne Grüngestaltung sollte ggf. auch ohne BID in die Lüneburger Straße möglich werden.

Wir Sozialliberale haben jetzt einen Antrag gestellt, wonach die Verwaltung nach Möglichkeiten und Finanzierungswegen suchen soll, wie künftig eine ansprechende Grüngestaltung in der Lüneburger Straße realisiert werden kann. Ziel sollte es sein, die derzeitig vorhandenen Baumscheiben wieder zu entfernen und gärtnerisch ansprechende und zugleich nachhaltige Lösungen zu finden.